Burnout
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Der folgende Text von mir ist Ende 1999 in der Zeitschrift "Arzt und Praxis" (6/99, S.8) erschienen: |
Das
Burnout-Syndrom beim Arzt
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Tagein und tagaus verhelfen Aerzte anderen Menschen zu Gesundheit und langem Leben. Wie sieht es aber mit der Gesundheit der Aerzte selber aus? Wie werden sie mit den grossen Belastungen ihres Arbeitsalltags fertig ohne selber krank zu werden? |
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Eine Schweizer Studie aus dem
Jahr 1984 zeigt, dass Aerzte nicht gesünder sind als der Durchschnitt der Bevölkerung.
In gewissen Bereichen weisen sie sogar eine erhöhte Sterblichkeit auf, nämlich
bei Herz-Kreislauf-Krankheiten, bei Leberzirrhose, Diabetes, Suizid und
Medikamentensucht. Zudem sind bei Aerzten psychosomatische und emotionale Störungen
besonders häufig. Viele dieser Krankheitsursachen hängen mit dem "Burnout-Syndrom"
zusammen. Wie kommt es zu einer Burnout-Krise Burnout-Krisen entwickeln sich nicht von heute auf morgen, sondern über längere Phasen von höchster Beanspruchung und anhaltendem Stress. Die folgenden Aussagen oder Gedanken können erste Anzeichen einer Burnout-Krise sein und müssen ernst genommen werden: "Irgendwie macht mir meine Arbeit keine Freude mehr", "Seit einiger Zeit bin ich ziemlich unter Druck", "Was ich mache, kommt mir manchmal ziemlich sinnlos vor", In letzter Zeit schlägt mir meine Arbeit ganz schön auf den Magen". Auch Symptome wie zunehmende Gereiztheit, Grübeln, Einschlafschwierigkeiten, vermehrte Krankheitsanfälligkeit und anhaltende körperliche Beschwerden verweisen möglicherweise auf eine sich einschleichende Burnout-Problematik. Wege aus der Burnout-Krise Wer nicht ausbrennen will, muss rechtzeitig etwas tun. Die folgenden Ratschläge zeigen, wie Aerzte einer schweren Burnout-Krise vorbeugen und sich an Leib und Seele gesund erhalten können:
Ein Beispiel aus der Praxis Werner B. wollte schon als Siebenjähriger
Arzt werden und "allen kranken Menschen helfen" - genau wie sein
Grossvater. Nach dem Medizinstudium liess er sich in einem Vorort von Zürich
nieder und startete hier hochmotiviert und voller Idealismus seine
Laufbahn als Allgemeinarzt. Während vieler Jahre erfüllte er pausenlos
und mit höchstem Einsatz die vielfältigsten beruflichen und privaten
Aufgaben. Kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag passierten in seinem
Leben ein paar Dinge, die ihm zusätzlich Energie raubten. In der Folge
konnte er abends kaum mehr von alleine einschlafen und auch seine
Verdauung musste nun öfters "mit einem Mittelchen" unterstützt
werden. Am Tag, als er mit einer Patientin in Streit geriet und ihm
"Sie undankbare Person" entfuhr, begann er zu realisieren, dass
er in letzter Zeit seine Kräfte überschätzt und seine Grenzen verkannt
hatte. Er steckte mitten in einer tiefen Burnout-Krise. |
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