Partnerschaft
Gray
, John (1998). auseinander geliebt. Wie Paare ihrer Beziehung neue Energie geben können. München: Goldmann.Therese Messmer
hat den Bestseller "auseinander geliebt" von John Gray gelesen und
eine Zusammenfassung erarbeitet, die mir gut gefällt. Das Buch ist im
Buchhandel erhältlich. Für online-Bestellungen siehe entsprechende Links auf
der Seite "Wertvolle Links".
Bekannt
wurde der amerikanische Paartherapeut mit seinem Buch "Männer sind anders.
Frauen auch". Viele meiner Bekannten äusserten sich dazu erstaunt, der
Autor hätte wohl ihnen persönlich über die Schulter geschaut, um exakt ihre
Beziehung beschrieben zu haben. Offenbar ist Gray ein Ansatz gelungen,
naturgegebene männliche und weibliche Verhaltensweisen so zu charakterisieren,
dass sich beide Partner erkannt und auch inspiriert fühlen, neue Sichtweisen zu
erproben.
Männer
und Frauen sind in manchem so verschieden, als kämen sie von einem anderen
Stern. Die Unterschiedlichkeit des anderen zieht uns magnetisch an und bewirkt
zugleich, dass man sich gegenseitig missversteht - bis zum Punkt, wo es scheint,
als hätte man sich endgültig "auseinander geliebt". Bemühungen, den
anderen zu reparieren oder zu verändern, hatten keinen Erfolg. Erkennen und
respektieren wir hingegen unsere Verschiedenheit, ist die Grundvoraussetzung für
eine positive und liebevolle Partnerschaft gegeben.
Männer
und Frauen haben eine andere Art, Probleme zu lösen, mit Gefühlen umzugehen
oder Stress zu bewältigen. Sie sprechen eine andere Sprache, die der gezielten
Uebersetzung bedarf. Die meisten Konflikte ergeben sich im Bereich der
Kommunikation. Zum Beispiel ist es für die Frau ein wichtiger Prozess, all das
auszusprechen, was sie innerlich bewegt, um zum Kern ihres Problems vorzustossen,
zu sich selbst zu finden und ihr Gleichgewicht wiederzuerlangen. Damit es ihr
wieder besser geht, braucht sie einen Partner, der sich nicht distanziert oder
ihr etwas ausreden will. Er macht keine Lösungsvorschläge, was sie alles verändern
und verbessern sollte, sondern hört interessiert zu und anerkennt ihre Gefühle.
Beschäftigt den Mann ein Problem, zieht er sich zurück, um die Sache für sich
zu überdenken und später die von ihm gefundene Lösung mitzuteilen. Er braucht
eine Partnerin, die keine guten Ratschläge erteilt oder in ihn eindringt, wenn
er nicht sprechen mag. Sie hält ihn nicht zurück und fühlt sich nicht
ungeliebt, wenn er Zeit für sich braucht, sondern vertraut ihm, dass er selbst
eine Lösung finden und sich ihr dann wieder öffnen wird.
Spontan neigen wir
dazu, dem anderen das zu geben, was wir selbst am meisten schätzen würden -
und ernten oftmals frustrierte Reaktionen. Sich gegenseitig immer wieder glücklich
zu machen muss kein Kunststück mehr sein, wenn wir wissen, was unser
Partner/unsere Partnerin in Wirklichkeit von uns braucht. (TM)
|
|
|